Amsdorf gewinnt Wasserschlacht von Polleben
Am vergangenen Freitagabend kam es zum Spitzenspiel der Kreisklasse. Unsere Amsdorfer Kicker waren zu Gast bei der SG Schlenzetal in Polleben. Beide Mannschaften waren bis dahin ungeschlagen und wollten den ersten Tabellenplatz für sich beanspruchen. Benny Halusa konnte auf seine beste Elf zurückgreifen und wollte den Sieg unbedingt einfahren. Trotz kaltem Regenwetter nahmen zahlreiche Amsdorfer Fans den Weg auf sich, um ihr Team zu unterstützen.
Der viele Regen machte den Untergrund für beide Mannschaften schwierig zu bespielen, auch die Standfestigkeit litt darunter. Leider begann das Spiel aus Amsdorfer Sicht katastrophal. Bereits in der vierten Spielminute ging die Heimmannschaft in Führung. Torhüter Barucha rutschte der Ball durch die Hände, sodass Wittek den Ball am Ende irgendwie ins Tor bugsieren konnte. Von diesem Schock erholte sich Amsdorf schnell und spielte nach vorn. Die Hausherren lauerten auf Konter und waren generell auf den langen Ball auf die schnellen Spitzen aus. Die Amsdorfer Abwehr stand jedoch an diesem Tag fest. Mitte der zweiten Halbzeit dann die nächsten Niederschläge für Amsdorf. Barucha und Gunkel verletzten sich innerhalb weniger Minuten schwer, sodass für sie ein Weiterspielen nicht möglich war. Dafür kamen Neumann und Scholz ins Spiel. Für den jungen Lucas Scholz war es die Premiere im Amsdorfer Tor, und er wurde dann gleich im wahrsten Sinne ins kalte Wasser geschmissen.
Das Spiel war sehr zerfahren. Immer wieder unterbrachen Fouls den Spielfluss, sodass es für Amsdorf schwer war, die spielerische Überlegenheit auszuspielen. In der 39. Minute fiel der verdiente Amsdorfer Ausgleich. Phillip Ladage von der Strafraumgrenze mit einem Traumtor in den Winkel ließ Amsdorf wieder erwachen und motivierte seine Mitspieler. Noch vor dem Halbzeitpfiff war es erneut Ladage, dessen Hereingabe irgendwie am langen Pfosten im Netz landete und die Amsdorfer jubeln ließ. Höhl hätte mit zwei Großchancen zudem den Spielstand noch erhöhen können. Mit dieser Führung ging es in die Kabine, doch jedem war klar, dass das Spiel noch lange nicht entschieden war.
Amsdorf startete gut in die zweite Hälfte und scheiterte mit zwei Chancen am Schlenzetaler Torhüter. Aber auch Polleben kam zu Chancen, sodass die Partie auf Messers Schneide stand. In der 60. Minute scheiterte Höhl zunächst doppelt am Keeper, doch in der nächsten Situation schoss er den Ball unhaltbar ins Eck zum 1:3. Nun lief die Zeit für die Amsdorfer Spieler, welche in der Abwehr sicher standen und nun den Ball unter Kontrolle hielten. In der 71. Minute konnte sich der ackernde Franze auch mit einem Tor belohnen. Doch quasi direkt im Gegenzug konnten die Schlenzetaler wieder auf 2:4 verkürzen. Die Schlussphase war hektisch und geprägt von Spielunterbrechungen. Zu Torchancen kam es jedoch kaum noch. Scholz parierte noch souverän einen Freistoß und machte eine super Partie. Nach einer gefühlt ewig dauernden Nachspielzeit gab es nach Abpfiff kein Halten mehr und Amsdorf feierte mit den zahlreichen Fans den wichtigen Auswärtssieg. In einer intensiven Partie mit insgesamt 10 gelben Karten behielt Amsdorf die Nerven und kann weiter am selbst gesteckten Ziel arbeiten. Die Verletzungen wiegen schwer, dennoch kann man auf einen breiten Kader zurückgreifen.
SG Schlenzetal – 1. FC Romonta Amsdorf 2:4
SG Schlenzetal: Tobias Drechsler, Emanuel Tiller (46. Andre Schepputt), Paul Hartung, Marcel Witek (62. Vitali Mundt), Michel Pilz, Markus Plaha, Felix Wilke (46. Markus Schulze), Kevin Gebhardt, Alexander Schröder, Tobias Lengsfeld, Felix Plaha (69. Thomas Grimm) – Trainer: Nico Hartung
1. FC Romonta Amsdorf: Falko Barucha (27. Lucas Scholz), Jan Schulze, Melvin Ehrt, Tommes Schade, Christopher Gunkel (33. Steffen Neumann), Christian Bienek (46. Kevin Terre), Philipp Ladage (86. Jonas Raap), Lukas Gänsler, Willi Höhl (69. Lennart Lorenz Eckhardt), Sandro Franze, Philipp Fiedler – Trainer: Benny Halusa
Schiedsrichter: Diana Block – Zuschauer: 107
Tore: 1:0 Marcel Witek (4.), 1:1 Philipp Ladage (39.), 1:2 Philipp Ladage (45.+1), 1:3 Willi Höhl (60.), 1:4 Sandro Franze (71.), 2:4 Tobias Lengsfeld (72.)
