„Erfolg ist Teamarbeit“ – Falko Barucha über Entwicklung, Ziele und starken Rückhalt

Eine makellose Hinrunde, leidenschaftliche Derbys, starke Nachwuchskräfte und ein beeindruckender Zusammenhalt: Kapitän und Torwart Falko Barucha blickt im Interview auf zehn Siege, besondere Momente und die Entwicklung seines Teams zurück. Dabei spricht er über die Bedeutung von Erfahrung und Jugend, den Rückhalt durch Fans und Verein sowie die ambitionierten Ziele für die Rückrunde.

1. Wie beurteilst du die Hinrunde als Kapitän und Torwart?
10 Spiele, 10 Siege, 30 Punkte und Pokalviertelfinale. Es wäre jammern auf höchstem Niveau für einen Kreisklassisten. Klar gibt es hier und da immer mal was zu meckern aber wir sind dieses Jahr eine richtig geile Truppe und wir haben noch viel vor.

2. Gab es Spiele, die für euch als Team besonders prägend waren?
Für mich persönlich ist das Spiel gegen Wansleben immer etwas Besonderes, weil ich Wanslebener bin und auch dort gespielt habe. Am ersten Spieltag dann gleich das Derby mit vielen Zuschauern und deren Sommerfest, da war schon eine gewisse Anspannung zu spüren. Aber wir haben unsere Aufgabe erfolgreich erledigt und die 3 Punkte mit nach Amsdorf genommen. Das 11:1 zu Hause gegen Zabenstedt hätte vorher auch keiner unterschrieben. Aber da hat man gesehen zu was wir fähig sind.
Das Spiel der Hinrunde war natürlich das 2:4 in Polleben. Freitagabend, Dauerregen, Flutlicht und die volle Unterstützung von unseren mitgereisten Fans. Dann die zwei Ausfälle nach 20 min. (Chrissi und ich) und 1:0 Rückstand. Was dann passiert ist, war Fußball mit Leib und Seele. Das Spiel wird uns lange in Erinnerung bleiben.

3. Wie hat sich das Zusammenspiel zwischen jungen und erfahrenen Spielern entwickelt?
Leider gehöre ich mittlerweile zu den alten Spielern unter uns. Ich kenne es aus meiner Zeit mit Benny H., Nils B., Kossi und Co., als wir die jungen Spieler waren. Du brauchst, wenn du Erfolg haben willst auch ein paar erfahrene Spieler, die dich pushen, die mit dir reden und dich antreiben oder auch mal in den Allerwertesten treten. Das versuchen wir umzusetzen und ich denke das funktioniert ganz gut bisher.

4. Wie würdest du die Stimmung im Team während der bisherigen Saison beschreiben?
Die Stimmung ist super. Unsere Neuzugänge haben sich super eingelebt und das macht richtig Spaß. Dann wieder die Mischung aus Jung und Alt, das passt! Das Bier danach schmeckt und wir sitzen auch manchmal länger. Also von mir aus kann das gerne so bleiben.

5. Welche Ziele verfolgt ihr als Mannschaft konkret für die Rückrunde?
Ganz klar der Aufstieg in die Kreisliga. Der Verein soll in Zukunft wieder höher spielen und dafür wollen wir dieses Jahr den Grundstein legen. Ich traue dieser Truppe sehr viel zu, das haben wir diese Saison schon oft bewiesen. Wichtig ist, den Fokus zu behalten und einen Schritt nach dem anderen zu machen.

6. Was muss sich eurer Meinung nach verbessern, um diese Ziele zu erreichen?
Eigentlich gar nichts. Wenn jeder zum Spiel da ist, die Trainingsbeteiligung so bleibt, der Wille und der Ehrgeiz da sind, bin ich guter Dinge, dass wir dann am Ende der Saison dafür belohnt werden.

7. Gibt es Spieler die in dieser Saison besonders große Entwicklungsschritte machen?
Als Kapitän muss ich sagen, dass sich jeder bemüht und sich weiterentwickelt.
Klar gibt es die jüngeren Spieler, bei denen man es besonders sieht. Melvin und Dennis spielen ihre erste volle Saison im Herrenbereich. Wahnsinn was die beiden schon abrufen. Jonas Raap ist läuferisch und körperlich von Woche zu Woche besser geworden und belohnt sich nun endlich auch ab und an mit einem Tor dafür. Ja und ganz klar unser Willi. 26 Tore in 10 Spielen. Das ist schon eine Hausnummer. Aber auch seine Vorbereiter (Chrissi, Luke, Tommes, Phillip) und sein Sturmpartner Sandro helfen ihn mit ihrer Erfahrung, um so erfolgreich zu sein. Das macht echt Spaß sowas zu sehen.

8. Wie wichtig ist dir die Verbindung zum Verein und der Region?
Die Region ist meine Heimat und ich bin Wanslebener durch und durch. Der Fußball hat mich seit der F-Jugend nach Amsdorf gezogen und dort spiele ich bis auf eine Ausnahme heute noch. Dadurch ist die Beziehung zum Verein natürlich sehr groß. Ich kenne hier jeden Grashalm und fühle mich sehr wohl. Wir haben jetzt einen neuen tollen Vorstand, der sich wieder richtig reinhängt. Das wurde vom letzten Vorstand nicht ganz so ernst genommen. Der Verein lebt dieses Familiäre und das macht gerade echt Spaß. Wir wollen mit dem Verein wieder höher und ich freue mich (mit fast 40) und die Jungs, dass wir dazu beitragen können. Irgendwann sind dann andere dran aber auch darauf freue ich mich. Wie haben eine gute Jugendarbeit und vielleicht trägt der ein oder andere Bubi dann das Amsdorf Trikot.

9. Wie nimmst du die Unterstützung durch Fans und Verein wahr?
Was das angeht fehlen mir ein bisschen die Worte. Nicht mal zu Verbandsligazeiten hatten wir so einen Support von außen. Bande Ost ist der Hammer. Egal ob Heimspiel oder Auswärts. Sie sind immer dabei. Das gleich gilt auch für den Vorstand. Hier auch nochmal ein riesiges Dankeschön für den Rauch und den Applaus von euch. Da spreche ich glaube auch im Namen der Mannschaft.

10. Welche Werte sind für das Team besonders wichtig und versuchst du selbst vorzuleben?
Wir stehen zu unseren Werten „Zusammen ist besser“. Der Verein und die Mannschaft fahren eine klare Linie. Probleme werden angesprochen und dann wird versucht sie zu lösen. Wir gehen respektvoll miteinander um und unterstützen uns so gut es geht. Denn nur so funktioniert Vereinsleben. Jeder Sieg und jeder Erfolg ist das Ergebnis von guter Arbeit. Egal ob auf oder neben dem Platz. Und wenn wir das alle machen, können wir positiv nach vorne schauen denke ich.

Ich möchte mich, auch im Namen der Mannschaft, nochmal bei allen bedanken. Vorstand, Trainer, Platzwart, Ordner, Grillmeister, Verkauf und natürlich Bande Ost. Ohne euch wäre der 1.FC Romonta Amsdorf nicht so, wie er jetzt gerade ist.
In diesem Sinne AMSDORF AHU
LG Falko Barucha