Amsdorf gewinnt Derby vor stimmungsvoller Kulisse
Am vergangenen Sonntag war es so weit. DAS Derby im Seegebiet fand statt. Amsdorf gegen Wansleben, ein ewiges polarisierendes Duell, welches die Zuschauer ins Sportzentrum „Peter Müller“ lockte. Gleichzeitig war es auch der Auftakt in die Rückrunde. Dem Amsdorfer Trainer Benny Halusa stand die beste Elf zur Verfügung, sodass alles bereit war für ein tolles Spiel.
Das Match begann jedoch ganz anders, als einige erwarteten. Amsdorf war in den Anfangsminuten noch nicht voll da, und das nutzte Christian Luft, welcher zu viel Platz beim Abschluss bekam und aus 16 Metern den Führungstreffer für die Gäste erzielte. Doch der Jubelschrei sollte kaum verhallt sein, da hatten die Hausherren schon die Antwort parat. Die Flanke von Gänsler köpft Höhl am langen Pfosten ein. Im Anschluss an diese wilde Anfangsphase beruhigte sich die Partie und Amsdorf übernahm das Ruder. Dabei erspielte man sich zahlreiche Chancen, ging aber wie so häufig, sehr fahrlässig damit um. In der 22. Minute sollte eine Ecke dann aber doch den Amsdorfer Führungstreffer bescheren. Eine halbhohe Ecke von Höhl findet Gänsler am ersten Pfosten, der den Ball mit dem Hinterkopf ins Eck bugsiert. Jetzt münzte Amsdorf auch die Überlegenheit in Tore um. Ein langer Abschlag fand nur wenige Minuten später Höhl, welcher den Torhüter umkurvte und zum 3:1 traf. Ab der 35. Minute fielen die Tore dann wie am Fließband. Zweimal Fiedler und zweimal Franze waren die Torschützen zum 7:1-Halbzeitstand.
Damit war das Spiel natürlich entschieden, doch Amsdorf wollte weiter hungrig auf das nächste Tor bleiben. Nach dem Seitenwechsel war jedoch der Spielfluss abgebrochen und das Geschehen auf dem Platz wurde unansehnlicher. Es fehlte Amsdorf die Klarheit in den Toraktionen. Dazu kam noch ein Wanslebener Keeper, welcher wohl Gröberes verhinderte. Daher ist die zweite Hälfte schnell erzählt, da die großen Highlights ausblieben. Es gab Trainer Halusa aber auch die Möglichkeit, Kräfte zu schonen, für das, was noch kommt. Steffen Neumann setzte in den Schlussminuten mit einem kompromisslosen Abschluss den 8:1‑Schlusspunkt unter dieses Derby.
Am Ende steht ein toller Tag, der erst einige Stunden nach Abpfiff in Amsdorf zu Ende ging. Und genau das macht so ein Derby ja aus: Auf dem Platz wird sich nichts geschenkt, und danach trinkt man gemeinsam ein Bier und feiert das Leben.
Schon am kommenden Wochenende geht es für unsere Amsdorfer Kicker mit dem Auswärtsspiel in Siersleben gegen Hergisdorf/Siersleben II weiter.
1. FC Romonta Amsdorf – VfR 1920 Wansleben 8:1
1. FC Romonta Amsdorf: Falko Barucha, Christian Bienek, Dennis Veladzic (60. Jonas Raap), Melvin Ehrt (60. Tim Reifenstein), Tommes Schade, Christopher Gunkel (60. Steffen Neumann), Philipp Ladage, Lukas Gänsler, Willi Höhl (73. Lucas Scholz), Sandro Franze, Philipp Fiedler (60. Nino Leßmann) – Trainer: Benny Halusa
VfR 1920 Wansleben: Jan Erik Blunk, Thomas Brandt, Manuel Schmid, Daniel Raue, Ronny Gröbel, Daniel Litzenberg, Justin Hinkelthein, Kay Stieber, Micki Elias Hoske, Christian Luft, Frank Nikiforow – Trainer: Jan Stieber – Co-Trainer: Marco Hubert
Schiedsrichter: Alexander Kern – Zuschauer: 146
Tore: 0:1 Christian Luft (3.), 1:1 Willi Höhl (4.), 2:1 Lukas Gänsler (22.), 3:1 Willi Höhl (30.), 4:1 Philipp Fiedler (35.), 5:1 Sandro Franze (37.), 6:1 Philipp Fiedler (39.), 7:1 Sandro Franze (45.+2), 8:1 Steffen Neumann (89.)
