Amsdorf erkämpft sich Auswärtssieg

Nachdem unsere Amsdorfer Kicker in den vergangenen Wochen zum Zuschauen verdammt gewesen waren, weil die gegnerischen Mannschaften sich nicht in der Lage sahen, die Partien anzutreten, rollte an diesem Sonntag endlich wieder der Ball. Trainer Halusa konnte auf eine starke Mannschaft zurückgreifen. Dies war allerdings auch vonnöten, denn der Gegner SG Welbsleben/Quenstedt II bediente sich bei einigen Spielern aus dem Kreisoberligateam.

Auf stumpfem Geläuf begann die Partie, wieder hatte sich eine Vielzahl von Amsdorfer Fans auf den Weg gemacht, ihr Team zu unterstützen. Ohne großes Abtasten ging es sofort zur Sache. Die Hausherren aus Welbsleben starteten motiviert und gingen robust in die Zweikämpfe. Den Amsdorfern war der fehlende Spielrhythmus zu Beginn anzusehen, zudem machte der hochstehende Rasen den Akteuren zu schaffen. Aber auch die Laufbereitschaft war zunächst bei der Heimmannschaft höher. Die erste gute Chance hatte Tommes Schade per direktem Freistoß, die anschließende Ecke setzte Bienek per Kopf über das Tor. Im Gegenzug musste aber auch Barucha zur Stelle sein und konnte stark halten.
In der 11. Minute dann der wichtige frühe Führungstreffer der Amsdorfer. Sandro Franze kann sich gegen mehrere Spieler durchsetzen und behält die Übersicht. Seine Flanke findet Höhls Kopf, der frei stehend nur noch zum 0:1 einnicken muss. Das Spiel blieb aber rasant und aufregend, es ging hin und her, auf beiden Seiten ergaben sich Chancen für ein Tor. Amsdorf blieb im Anschluss zu unpräzise im Passspiel und konnte keine Kontrolle über das Geschehen gewinnen. Immer wieder verursachte man leichte Ballverluste oder war in der Zweikampfführung zu ungeschickt. Die Welbslebener kamen besser in die Partie und wurden gefährlicher, sie gingen ein hohes Tempo und zeigten viel Einsatz und trafen nach einem Freistoß die Latte. Vor dem Halbzeitpfiff war es wieder einmal Barucha, der seiner Mannschaft die Null hielt. Erst schmiss er sich bei einer Doppelchance zweimal unerschrocken in den Schuss. Dann entschied der Schiedsrichter kurz vor dem Pausentee in einer unglücklichen Situation auf Strafstoß für Welbsleben. Der Gefoulte Conrad trat selbst zum Elferpunkt an und … nun ja, jeder weiß, was dann passiert. Barucha hielt den nicht gut getretenen Strafstoß und bewahrte sein Team vor dem Gegentreffer.
Mit einem knappen 0:1 ging es in die Pause, Amsdorf wusste, dass man sich im zweiten Abschnitt steigern musste.

Die Hausherren brachten im zweiten Abschnitt weitere Offensive auf den Platz und wollten unbedingt den Ausgleich. Doch wieder war es Höhl, welcher den Bemühungen schnell den Wind aus den Flügeln nahm. Nach einem langen Ball setzt er sich durch mehrere Gegenspieler durch und setzt den Ball per Flachschuss ins lange Eck. Wichtiger Treffer zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Doch auch weiterhin blieb es in beiden Starfräumen gefährlich. Beide Teams hatten wiederum Chancen auf Treffer, doch Barucha vernagelte seinen Kasten an diesem Tag. In der 64. Minute dann vielleicht der Genickbruch der Welbslebener. Eine Flanke von Höhl will der junge Julian Fischer per Brust an seinen Keeper zurücklegen, doch erwischt er diesen auf dem falschen Fuß, sodass der Ball ins Tor trudelt. Nun konnte man beobachten, wie Amsdorf immer mehr das Spielgeschehen übernahm und die Welbslebener ihrem hohen Tempo aus der ersten Hälfte Tribut zollen mussten. Fiedler sorgte nach Vorarbeit von Ehrt und wiederum Höhl für das vierte und fünfte Tor. Damit war der Drops gelutscht, Amsdorf ließ den Ball nun laufen und nutzte die gegebenen Räume. Die Hausherren kamen nur noch über lange Bälle vor den Amsdorfer Kasten, doch die Abwehr stand stabil und verteidigte alles weg.

Ein über lange Zeit nicht schönes, aber dafür spannendes und mitreißendes Spiel endete mit einem wichtigen Auswärtssieg für Amsdorf. Trotz rumpeliger erster Hälfte, zeigte sich die vorhandene Qualität und auch die Leidensfähigkeit des Teams. Mit dieser positiven Erfahrung und dem gewonnen Selbstvertrauen geht es nun in die drei letzten Saisonspiele, in denen nur der Sieg zählt.

SG Welbsleben / Quenstedt II – 1. FC Romonta Amsdorf 0:5
SG Welbsleben / Quenstedt II: Stefan Basler, Sebastian Kühne, Tim Otto, Sören Tietze (46. Julian Fischer), Emil Rojahn, Martin Göppert, Paul Hildebrandt (72. Steffen Fahrenbruch), Nils Standke, Florian Erik Kühne, Kevin Riesche, Sebastian Conrad – Spielertrainer: Pascal Starkowske
1. FC Romonta Amsdorf: Falko Barucha, Christian Bienek, David Kosztak (75. Kevin Terre), Dennis Veladzic, Melvin Ehrt, Tommes Schade, Steffen Neumann, Philipp Ladage (67. Jonas Raap), Willi Höhl, Sandro Franze, Philipp Fiedler (75. Nino Leßmann) – Trainer: Benny Halusa
Schiedsrichter: Thomas Nolte – Zuschauer: 55
Tore: 0:1 Willi Höhl (11.), 0:2 Willi Höhl (52.), 0:3 Julian Fischer (64. Eigentor), 0:4 Philipp Fiedler (73.), 0:5 Willi Höhl (76.)
Besondere Vorkommnisse: Sebastian Conrad (SG Welbsleben / Quenstedt II) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Falko Barucha (45.).

#ZusammenistBesser 💚🤍