Turbulenter Saisonauftakt

Am Samstag startete unsere Amsdorfer Mannschaft traditionell mit der ersten Runde des Kreispokals in die Saison. Das Los entschied, dass die Reise nach Wolferstedt geht, die einen Neuanfang in der Kreisklasse starten. Für Amsdorf war das Ziel ganz klar das Erreichen der nächsten Runde, denn man ging als Favorit in diese Partie. Und für die Gäste begann die Partie auch ganz nach Plan.

Nach einer kurzen Abtastphase fiel der Führungstreffer in der 6. Spielminute durch Sandro Franze, welcher nach guter Eingabe von Höhl nur noch einschieben musste. Mit dem nächsten Angriff erhöhte Fiedler, welcher nach einer Ecke die Unordnung ausnutzte und aus der Drehung ins lange Eck einnetzte. Amsdorf war klar spielbestimmend und war hungrig auf den nächsten Treffer. Nach einer Viertelstunde wurde Höhl im Strafraum regelwidrig gestoppt und so zeigte der Unparteiische zu Recht auf den Strafstoß. Höhl verwandelte selbst mit einem platzierten Schuss zum 0:3. Eine komfortable Führung für die Gäste, welche nun das Spiel hätten kontrollieren können, doch nun sollten sich Unkonzentriertheiten und Fehler einschleichen.

Die Hausherren kamen jetzt besser ins Spiel und durch ihren besten Mann Pinkert auch zu Abschlüssen. Nach 20 Minuten war es Barucha im Amsdorfer Tor zu verdanken, dass die 0 noch stand, indem er aus kurzer Distanz mit einer starken Fußabwehr den Schuss Pinkerts parieren konnte. Bis kurz vor der Halbzeit passierte dann nicht mehr viel, doch dann sollte sich der Spielverlauf folgenschwer ändern. Melvin Ehrt, welcher im Mittelfeld an diesem Tag das Spiel aufzog und bis dahin ein klasse Spiel machte, musste nach einem unglücklichen Zweikampf mit einer Platzwunde am Kopf vom Feld. Den anschließenden Freistoß schossen die Wolferstedter in die Amsdorfer Mauer und dabei an die Hand eines Spielers. Der Schiedsrichter entschied auf Handelfmeter. Dieser wurde eiskalt verwandelt und brachte den Wolferstedtern somit den Auftrieb für die zweite Halbzeit.

Im Amsdorfer Spiel war nun ein deutlicher Bruch zu spüren. In der Verteidigung war man zu wackelig auf den Beinen und auch in der Zweikampfführung ließ man gegen giftige Gegner Durchsetzungsvermögen vermissen. Aber auch die Angriffsbemühungen waren unstrukturiert und unsauber. Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Pinkert die Amsdorfer Stellungsfehler und war auf und davon. Im 1‑gegen‑1 ließ er Barucha keine Chance. Das Pendel schlug nun deutlich in Richtung Wolferstedt aus, Amsdorf war mehr als verunsichert. Und so fiel fast identisch der Ausgleich in der 60. Minute durch Pinkert.

Und es kam noch bitterer, denn nach 66 Minuten musste nach einem rüden Foul Franze verletzt vom Platz. Doch in dieser Situation erbrachte der eingewechselte Quilitzsch seinem Team einen Bärendienst. Nachdem er vom Unparteiischen aufgrund Meckerns verwarnt wurde, hörte er nicht auf, sodass er nach der gelben auch die rote Karte sah.

Das Amsdorfer Spiel sollte mit der Überzahl auf dem Platz nicht unbedingt besser werden. Zu fahrig agierte man oft in den Situationen und schenkte den Ballbesitz zu einfach her. In der 70. Minute konnte da Höhl wieder zur erneuten Führung treffen. Dem war eine Einzelaktion von Fiedler vorausgegangen, welcher den Ball über den halben Platz trug und dann im richtigen Moment für Höhl auflegte. Doch die Wolferstedter gaben sich noch nicht geschlagen und spielten weiter leidenschaftlich auf Angriff. Und wurden belohnt. Pinkert wusste die Unordnung der Amdorfer Hintermannschaft an diesem Tag auszunutzen und glich zum 4:4 aus.

Als alles auf eine Verlängerung hindeutete, war es dann der unermüdliche Willi Höhl, der den Unterschied ausmachte. Nachdem er sich in der 89. Minute gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte, legte er auf der rechten Seite den Ball überlegt ins kurze Eck. Nach so einem Treffer kann auch schon mal die Eckfahne dran glauben. Den Deckel machte dann im nächsten Angriff Lucas Scholz auf diese Partie. Wieder war es Höhl, der sich durchsetzte und auf Scholz querlegte.

Nach Abpfiff war die Erleichterung auf Amsdorfer Seite zu spüren. Am Ende steht ein Sieg zu Buche und die nächste Runde, doch so richtig zufrieden kann man mit der eigenen Leistung nicht sein. Dazu war man über große Teile des Spiels zu anfällig in der Abwehr und machte es dem Gegner mitunter zu einfach.

Am kommenden Wochenende startet man dann auch in den Ligabetrieb mit dem unangenehmen Auswärtsspiel gegen die SG Hayn/Dankerode. In der Zwischenzeit muss man versuchen, die gezeigten Schwächen aufzuarbeiten und abzustellen.

SV Rohnetal Wolferstedt – 1. FC Romonta Amsdorf 4:6
SV Rohnetal Wolferstedt: Paul Hron, Tom Pauland, David Kloß, Hannes Schlißke, Tim Beck, Michael Ullrich, Lauritz Aschenbach, Tim Sennholz, Steve Pinkert, Kolya Krause, Maximilian Täubig – Trainer: Maik Sieber – Trainer: Ronny Pescht
1. FC Romonta Amsdorf: Falko Barucha, Kevin Terre, Dennis Veladzic, Melvin Ehrt (42. Paul Schwabach), Steffen Neumann, Tim Reifenstein, Pascal Matibe (90. Aaron Finley Pescht), Nino Leßmann, Willi Höhl, Sandro Franze (66. Lucas Scholz), Philipp Fiedler – Trainer: Benny Halusa
Tore: 0:1 Sandro Franze (6.), 0:2 Philipp Fiedler (8.), 0:3 Willi Höhl (15. Foulelfmeter), 1:3 David Kloß (42. Handelfmeter), 2:3 Steve Pinkert (48.), 3:3 Steve Pinkert (60.), 3:4 Willi Höhl (70.), 4:4 Steve Pinkert (81.), 4:5 Willi Höhl (89.), 4:6 Lucas Scholz (90.)
Gelb-Rot: Frederik Quilitzsch (67./SV Rohnetal Wolferstedt/)

#ZusammenistBesser 💚🤍